Rocket30 MKII Combo    

Im Grunde ein Mix aus VOX AC30 mit geänderter Vorstufen-Sektion für etwas mehr Gain (s.u.) und Selmer Zodiak-Twin.

Wenn der Amp einen Fehler hat: Er ist einfach schweinelaut. Daher hat er auf der Rückseite auch ein kleines Powersoak spendiert bekommen, mit dem sich die Ausgangsleistung halbieren oder vierteln lässt. Das Soak teilt sich sein Gehäuse mit ´nem relaisgesteuerten 6-fach Looper mit integrierter Spannungsversorgung für 6 Bodentreter, die ich hinten in den Amp an die untere Rückwand geschraubt hatte: Nie mehr verstellte Regler, keine umständliche Verkabelung auf der Bühne, kurze Kabelwege, kurze Aufbauzeit der gesamten Anlage. Fernsteuerung via kleinem Pedalboard mit 6 Schaltern, Kabelverbindung per 7-pol. XLR.

Der Amp hat 2 parallele Vorstufen: Zum einen eine Pentodenvorstufe (EF86), die nur über Regler für Volume und Tone verfügt; zum anderen einen Triodenpreamp á la AC30, leicht modifiziert. Statt des originalen 500pF-Koppelkondensators hinter der ersten Röhre gibt´s hier ´nen Contourregler, der in 11 stufen verschiedene Kondensatorwerte zwischen 100pF und 4,7nF ermöglicht. So lässt sich das Preampsignal nach belieben noch etwas anfetten (oder weiter ausdünnen), was sich erheblich auf den Zerrcharakter auswirkt. Im Moment sitzt in der ersten Röhrenfassung eine 12AY7 von GE.

Man kann beide Preamps zusammenmischen, wobei der Pentodenpreamp mehr Gain hat, aber auch komprimierter und gepresster klingt.
Klasse klingt folgendes:
Gitarre in den Triodeninput. Aus der 2. Eingangsbuchse in einen Digitalhall und aus dessen Ausgang in den Pentodeninput. Der Pentodenkanal verstärkt so nur das Effektsignal, der Triodenpreamp den puren Gitarrenton. Keine DA/AD-Wandler im Signalweg!